Lowboard und Fernseher: Höhe, Abstand und wohin mit den Kabeln
Die Bildmitte gehört auf Augenhöhe im Sitzen. Was das für die Höhe des Lowboards heißt, wie weit das Sofa wegsteht – und wie die Kabel verschwinden.
6 Min. Lesezeit · 29.09.2026
Mit KI erstelltDie häufigste Fehlstellung im Wohnzimmer ist ein Fernseher, der zu hoch hängt oder steht. Man merkt es nicht am ersten Abend, sondern nach dem dritten Film am Nacken. Das Lowboard entscheidet darüber, und zwar mit einer einzigen Zahl: seiner Höhe.
Die Bildmitte auf Augenhöhe
Im Sitzen liegen die Augen bei den meisten Menschen 100 bis 110 Zentimeter über dem Boden – auf einem Sofa mit tiefer Sitzfläche eher 95. Die Mitte des Bildschirms soll auf dieser Höhe liegen oder etwas darunter; nach oben schauen ermüdet, leicht nach unten nicht.
Daraus ergibt sich die Lowboard-Höhe: Augenhöhe minus halbe Bildhöhe minus Standfuß. Ein Fernseher mit 140 Zentimetern Bilddiagonale ist etwa 70 Zentimeter hoch; die halbe Höhe sind 35, der Fuß hat 5 bis 8 Zentimeter. Bei 105 Zentimetern Augenhöhe bleiben rund 60 bis 65 Zentimeter – das ist das obere Ende dessen, was ein Lowboard haben sollte. Bei größeren Bildschirmen wird das Lowboard niedriger, nicht höher: 40 bis 45 Zentimeter sind für Diagonalen ab 160 Zentimetern die richtige Höhe.
Der Abstand zum Sofa
Der Richtwert liegt beim Eineinhalb- bis Zweieinhalbfachen der Bilddiagonale. Bei 140 Zentimetern Diagonale sind das 2,10 bis 3,50 Meter. Näher sieht man bei hochauflösenden Bildern durchaus scharf, aber das Auge muss das Bild abtasten statt es zu überblicken. Weiter weg geht der Vorteil der Größe verloren.
Wer den Abstand kennt, kann die Diagonale wählen: Sofa 2,50 Meter von der Wand bedeutet 100 bis 165 Zentimeter Diagonale. Die Breite des Lowboards folgt dann dem Bildschirm – mindestens 20 Zentimeter breiter als der Fernseher, sonst wirkt er, als stünde er auf einem Hocker.
Breite und Fächer
Ein Lowboard ist breit, damit es den Fernseher trägt und die Wand ruhig bleibt. 160 bis 200 Zentimeter sind üblich. Unter dem Bildschirm gehören offene Fächer oder Klappen: Fernbedienungen senden mit Infrarot und brauchen Sichtkontakt, und Geräte wie Empfänger und Konsolen brauchen Luft, sonst drosseln sie sich. Geschlossene Türen sind etwas für Spiele, Decken und das, was nicht warm wird.
Die Kabel
Ein Lowboard mit Kabeldurchlass in der Rückwand ist die halbe Lösung. Die andere Hälfte ist die Ordnung dahinter:
- Eine Steckdosenleiste ins Lowboard, nicht an die Wand. So liegt nur ein Kabel sichtbar, und beim Umräumen zieht man einen Stecker, nicht sechs.
- Kabel auf Länge bringen. Ein drei Meter langes HDMI-Kabel für 40 Zentimeter Weg wird zum Knäuel. Kurze Kabel oder Klettbänder, die den Überschuss zum Bündel machen.
- Beschriften. Ein Stück Kreppband mit „Konsole“ oder „Empfänger“ am Stecker spart beim nächsten Umbau die Suche.
- Hinter dem Fernseher nach unten. Ein Kabelkanal an der Wand, in der Wandfarbe gestrichen, verschwindet. Bei Lowboards auf Füßen reicht oft die Lücke dahinter, wenn die Kabel gebündelt sind.
Wandmontage oder Standfuß
Hängt der Fernseher an der Wand, darf das Lowboard niedriger und schmaler sein; es trägt dann nur die Geräte. Der Abstand zwischen Unterkante Bildschirm und Oberkante Lowboard sollte 10 bis 20 Zentimeter betragen – so wirken beide als Einheit, und darunter bleibt Platz für eine Lautsprecherleiste.
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