Sideboard, Kommode oder Lowboard: Was ist was – und wofür
Vier Möbel, die sich ähneln und doch verschiedene Aufgaben haben. Die Unterschiede in Höhe, Tiefe und Innenleben, Raum für Raum.
5 Min. Lesezeit · 24.09.2026
Mit KI erstelltSideboard, Kommode, Lowboard, Highboard – die Wörter werden durcheinander benutzt, und manchmal stehen sie für dasselbe Stück. Der Unterschied liegt nicht im Stil, sondern in Höhe, Tiefe und Innenleben. Wer ihn kennt, sucht im richtigen Fach und findet schneller.
Das Sideboard
Breit und hüfthoch: 70 bis 90 Zentimeter hoch, meist 120 bis 200 Zentimeter breit, 35 bis 45 tief. Innen Türen, oft kombiniert mit Schubladen. Es stammt vom Esszimmer, wo es Geschirr fasste und als Anrichte diente – daher die Arbeitshöhe. Heute steht es überall: im Wohnzimmer unter einem Bild, im Flur als Ablage für Schlüssel und Post, im Esszimmer, wofür es gemacht ist.
Die Kommode
Schmaler und tiefer als ein Sideboard, mit Schubladen statt Türen. 60 bis 120 Zentimeter breit, 40 bis 50 tief, in der Höhe zwischen 75 und 110 Zentimetern. Schubladen übereinander – das ist die Kommode. Sie gehört ins Schlafzimmer für Wäsche, ins Kinderzimmer, in den Flur, wo sie mit wenig Breite viel fasst. Wer Geschirr hineinlegt, ärgert sich: Teller gehören hinter Türen, nicht in Schubladen, in denen sie beim Ziehen rutschen.
Das Lowboard
Die niedrige Form: 30 bis 55 Zentimeter hoch, dafür breit, oft 150 Zentimeter und mehr. Gemacht für den Fernseher und das, was dazugehört – Empfänger, Spielkonsole, Lautsprecher. Deshalb hat ein Lowboard offene Fächer oder Klappen: Fernbedienungen müssen durch die Front kommen, und Geräte brauchen Luft. Ohne Fernseher wird es zur Bank unter dem Fenster oder zur Ablage im Flur, auf die man sich beim Schuhebinden setzt.
Das Highboard
Alles über 90 Zentimetern. Ein Highboard ist ein halbhoher Schrank: 100 bis 140 Zentimeter, oft mit Glastüren im oberen Teil. Es fasst am meisten und verändert den Raum am stärksten. Vor einem Fenster nimmt es Licht, an einer kurzen Wand macht es den Raum höher. Es ist das Möbel für kleine Räume mit wenig Wandfläche – eine Kommode auf einem Sockel, im Grunde.
Welches wohin
| Raum | Erste Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Wohnzimmer, Wand mit Fernseher | Lowboard | Bildmitte auf Augenhöhe im Sitzen |
| Wohnzimmer, Wand ohne Fernseher | Sideboard | Breite trägt die Wand, Höhe lässt Platz für ein Bild |
| Esszimmer | Sideboard | Geschirr hinter Türen, Besteck in Schubladen, Anrichte obenauf |
| Schlafzimmer | Kommode | Wäsche liegt in Schubladen, die Tiefe nimmt den Stapel |
| Flur, schmal | Kommode oder flaches Sideboard | Wenig Tiefe, Ablage in Griffhöhe |
| Kleiner Raum, kurze Wand | Highboard | Stauraum nach oben statt in die Breite |
Wenn die Bezeichnung nicht passt
Die Grenzen sind fließend. Eine breite Kommode mit zwei Türen ist ein Sideboard, ein hohes Sideboard ein Highboard. Entscheidend ist nicht das Wort auf dem Etikett, sondern das Maß an der Wand und das, was hinein soll. Wer sich am Gebrauch orientiert statt am Namen, liegt richtig.
Die Fächer im Laden: Sideboards, Kommoden und Lowboards.
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